Lockdown: Was gilt für den Zoofachhandel und Heimtierpfleger?

Quelle: Zentralverband zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V.
ZZF: Corona

Angesichts der Pandemie-Entwicklung haben Bund und Länder erneut strenge Corona-Maßnahmen in Deutschland eingeführt. Dazu gehört die Schließung zahlreicher Einzelhandelsbetriebe seit Mittwoch, 16. Dezember 2020.

Zoofachgeschäfte dürfen in allen Bundesländern geöffnet bleiben und ihr übliches Sortiment anbieten. Auch Tiere und andere Randsortimente dürfen weiterhin verkauft werden, wenn Tierbedarf der Sortiments- und Umsatzschwerpunkt ist.

Nicht alle Hundesalons dürfen arbeiten

Nach heutigem Stand dürfen Hundesalons während des Lockdowns in den meisten Bundesländern arbeiten. Gemäß den uns vorliegenden Informationen wurden Verbote in Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen und in Sachsen-Anhalt ausgesprochen.

Bayern erlaubt die Arbeit der Heimtierpfleger nur unter den folgenden Bedingungen:

„Daher ist die Tierpflege nur bei „unaufschiebbarem Bedarf“ zulässig: Als „unaufschiebbarer Bedarf“ kann z. B. Folgendes angesehen werden: -Kauf von speziellem Tierfutter (im Schreiben des ZZF wird angegeben, dass in Tierpflegesalons auch spezielle Futtermittel für Hunde und Katzen angeboten werden) -Pflegebehandlungen, die erforderlich sind, um die Gesundheit des Tieres sicherzustellen bzw. es vor Schmerzen zu bewahren, wie z.B. – das Kürzen von überlangen Krallen oder Krallen, die einzuwachsen drohen; selbiges bei Zähnen (Kaninchen), – das Rasieren von verfilztem Fell, wenn weiteres Zuwarten mit der Gefahr der Hautentzündung verbunden wäre (auf tierärztliche Empfehlung), -erforderliche medizinische Bäder (gegen Parasiten, Hautpilz) bei Tieren, die sich von ihrem Besitzer nur unter Gefahr der Verletzung für Tier und Mensch baden lassen.“

Der ZZF hatte alle Bundesländer angeschrieben, um sich dafür einzusetzen, dass die Salons geöffnet bleiben können. Wichtige Argumente hierfür sind, dass die Pflege von Hunden tierschutzrelevant ist und im Salon aufgrund der strengen Hygienemaßnahmen keine Kontakte zwischen Personen stattfinden

  • Heimtierpfleger kommen nicht in Kontakt mit Hundehaltern. An der Fellpflege im Hundesalon ist der Tierhalter nicht beteiligt, 
  • Jedes Tier wird vor der Salontüre mit Mundschutz übergeben und wieder abgeholt,
  • Hundeleinen etc. werden desinfiziert,
  • Heimtierpfleger tragen Mundschutz und Handschuhe und waschen direkt nach der Übergabe den gesamten Körper des Hundes. Tenside sind dazu geeignet, das Virus unschädlich zu machen,
  • Die Bezahlung ist ohne Kundenkontakt möglich,
  • In den meisten Salons arbeitet in der Regel nur ein Heimtierpfleger, so dass die Betriebe keine Infektionsherde darstellen.

 Der ZZF behält die Entwicklung in den Bundesländern im Blick.

Stand: 21.12.2020